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Geburtstagsfeier von Jo im Juli 1998

Fotos von Tobias

Die drei lustigen Zwei Eine Krippe im Juli?
Eine lustige Runde

Über das Geburtstagsritual und die Bastelleidenschaft der Heimathirsche

von Christoph

Eigentlich hatte alles wie immer angefangen: Um 19:30 Uhr trafen sich die Heimathirsche in der Bierstube des Hotel/Restaurant Bürger, tranken einen Eröffnungstrunk, sammelten den Geburtstags-Obulus (pro Nase zwei Heiermänner) ein und unterschrieben die Geburtstagskarte.

Es ging auch völlig normal weiter: Um ca. 20:00 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Geburtstagshirsch Jo, der zu einem rauschenden Fest mit viel Speis und viel Trank geladen hatte. Die motorisierten Hirsche stiegen in ihre Hirschmobile, wobei die, die zu Fuß gekommen waren, sich um die heiß begehrten freien Plätze auf unbequemen Rückbänken stritten, um so schnell wie möglich an den Trog und an die Tränke zu gelangen. Dabei entstanden dieses Mal nur wenige Schusswunden, blutende Nasen und abgestoßene Geweihe, was eigentlich schon als Erfolg zu verzeichnen ist.

An der angepeilten Lokalität angelangt, warteten die Gefahrenen dann voller Ungeduld mehere Sekunden auf die jenigen, die zuvor den Kampf um einen Sitzplatz verloren hatten. Größere Ausschreitungen bei deren relativ späten Eintreffen konnten jedoch auch hier verhindert werden, so dass man nun schnell zum eigentlichen Sinn der Zusammenkunft kommen konnte: Dem Feiern.

Nun folgte das Geburtstagsritual der Heimathirsche, welches immer auf folgende Weise praktiziert wird: Zunächst stellen sich alle Hirsche in einer langen Reihe auf. Hierbei gibt es keine feste Reihenfolge, doch das Leittier steht meistens vorn. Dann dringt diese lange Schlange, einer nach dem anderen in den Raum der Fütterung ein. Dies geschieht bis auf wenige Ausnahmen immer gesittet und ohne größere Verletzungen. Doch es taucht immer wieder das gleiche Problem auf: Der Revierinhaber will natürlich seine Familie und seine Getränke und Speisen vor den Eindringlingen beschützen und stellt sich ihnen hartnäckig in den Weg. Doch aus jahrelanger Erfahrung haben die Hirsche eine Strategie entwickelt: Das Leittier geht unerschrocken auf den Revierinhaber zu und versucht ihn mit einem Umschlag voller gefärbtem Papier zu besänftigen. Die anderen folgen ihm und verleihen dadurch dieser Geste einen Spritzer Imposanz. Die Opfergabe wird nun genauestens vom Gastgeber überprüft, und wenn er sie als ausreichend erachtet, tritt er beiseite und lässt die Meute an den bereits vorbereiteten Trog. Doch er lässt es sich meistens nicht nehmen, sich von jedem einzelnen im vorbeigehen huldigen zu lassen. Dieses Ritual war auch an diesem Tag erfolgreich.

Spaß beiseite! Alle setzten sich nun und genossen die kulinarischen und alkoholischen Köstlichkeiten, weswegen wir ja eigentlich auch gekommen waren. Doch dann passierte es: Irgendeiner kam auf die Idee, den aus unerfindlichen Gründen in der Garage angebrachten Tannenzweig mit den Dichtungsringen der Detmolder-Flaschen zu schmücken. Alle in der Nähe befindlichen Gäste begrüßten diese Idee und trugen durch schnelles Leeren vieler Flaschen dazu bei. Bald war ein wunderbar geschmückter Tannenzweig entstanden, der zu guter Letzt noch mit Silberpapier aus Zigarettenschachteln verziert wurde. Aber auch das reichte scheinbar noch nicht aus, denn mehrere Leute fingen nun eifrig an, mit auf dem Tisch herumliegenden Müll und Abfällen eine Krippe zu basteln. Das Ergebnis kann auf einem der obigen Bilder bewundert werden. Dass keine Weihnachtslieder gesungen wurden war alles, was fehlte. Aber Diese Zeremonie kann ja auf einem der folgenden Geburtstage noch erweitert werden.

Hossa, Hossa,

Christoph

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© by Christoph Köster 2001