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Besuch der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover im Juli 2000

Fotos von Christoph

Die Hinfahrt Raucherpause
Erste Schritte auf dem EXPO-Gelände Morgens war noch nicht so viel los
Die Schlange vor dem Niederländischen Pavillon Blick auf den Pavillon von Venezuela aus der Seilbahn
Kurz vor der Rückfahrt Ein anstrengender Tag

Die Reise nach Knoxville
- oder -
Die Heimathirsche fahren zur EXPO 2000 HANNOVER

von Tobias

Wenn schon einmal die Weltausstellung nach Deutschland kommt, sollte man auch dahin fahren. Getreu dem Motto: "Das gibst nur einmal, das kommt nie wieder." Dies dachten sich auch "Die Heimathirsche". Die Reise wurde von Elke gebucht und pünktlich um 6.30 Uhr am Samstag den 29.07.2000 am Hagemeisters angetreten. Ach, eh, pünktlich? Nun ja, Christoph wurde vermisst, und Jens war spurlos verschwunden. Glücklicherweise rief Christoph noch bei mir auf dem Handy an, und bat um eine 10 minütige Verlängerung, weil er nämlich total verschlafen hatte. Aber Gott sei Dank war Tina auch bei Hagemeister und konnte den Langen noch rechtzeitig zum Bus abholen. Wir saßen also im Bus, hatten die erste Zigarette an und schon machte sich ein Querulant bemerkbar. "Das Rauchen während der Fahrt ist nicht erlaubt. Dafür wird eine Pause gemacht." Alles klar du Schnösel. Gut das unser Kutscher Joachim, den Weg kannte und einen ziemlichen Umweg über Kassel machte. Den Typ kann man echt gebrauchen!!! Nun ja, nach nur vier Stunden waren wir dann endlich am Ziel. EXPO 2000 IN HANNOVER.

Was gibt es von der EXPO zu berichten? Zu erwähnen wäre, dass sich die Leute von der Weltausstellung Mühe gegeben haben, aber das tun Waschmaschinen auch. Die Pavillons, die wir besucht haben, haben wir mit einem riesig großen Fragenzeichen über dem Schädel verlassen. Was soll so was??? Ich finde auf jeden Fall, dass die EXPO genau so sinnvoll ist wie ein Monty Phyton Film.

Christian, z.B. ist über seinen eigenen Schatten gesprungen. Ich sage nur Seilbahn und Riesenrad. Zitat:" Wenn ich in die Seilbahn steige, bin ich genau so hoch, als wenn ich Stöckelschuhe an hätte." Aber ein "bisschen" blass wurde er doch.

Als wir auf dem Dach des monegassischen Pavillon standen konnte man vor einigen Ausstellungsgebäuden riesige Menschenschlangen sehen. Da fragt man sich schon wofür das alles. Im Erdgeschoss des Pavillon wurde der Ferrari von Schummel Schumi in einer "atemberaubenden" Weise ausgestellt. Fantastisch! Als danach der polnische Pavi besucht wurde, konnte man sich vorstellen, warum Ernst August von Hannover bei den Türken an die Wand gepisst hat. In der Salzgrube der Polen plätscherte nämlich Wasser aus der Salzberg Imitation, welches den Harndrang anregte. Als wir raus kamen mussten wir pissen wie ein Wallach, aber weit und breit kein Boiler. Als nächstes Highlight wurde ein Ticket für das Riesenrad gelöst. Wieder eine Zerreisprobe für Christian und Sandra. Doch Buggy stand sogar auf dem höchsten Punkt kurz auf und hat mit Katrin geküsst. Dank unseres Charmes und unseres attraktiven Aussehens, durften wir noch ein paar extra Runden drehen. Super!

Nach diesem Höhentrip verspürten Die Heimathirsche ein Hungergefühl. Doch die polnischen Bedienungen eines amerikanischen Fast Food Ladens, hatten angeblich keine Zeit oder Lust uns eine Karre voll Sparrips zu garen. Buggy, "leicht" alkoholisiert, bekam auf einmal eine riesige Ader und wir dachten schon, der bukt jetzt einen um. Aber Glück im Unglück, neben dem polnisch-amerikanischen Sparripp-Laden gab es ein McDonald-Restaurant mit libyschen Frikadellenwendern und vietnamesischen Tischabräumern. Eine deutsche Studentin die ihr Bafög aufbessern wollte nahm unsere Bestellung auf. Ein sehr weltoffener Laden! Nach der nötigen Stärkung ging es auf in Richtung EXPO-Plaza, wo die restlichen Hirsche auf uns warten wollte. Auf dem Weg dahin wollte noch so ein anderer Student, der sich sinniger Weise als Baum verkleidet hat, uns ein Gespräch aufzwingen. Wir haben dankend abgelehnt!

Nach einer kleinen Verschnaufpause vor dem Deutschen-Pavillon, ging ich mit Marcus Richtung Kanada. Soll ein super Geheimtipp sein. Nach einer sehr verwirrenden kanadischen Multimedia Bearbeitung, führte uns unser Weg in ein YIF-Internet-Café, wo wir sofort Einträge in die Gästebücher von dem Posi-Stammtisch und Die Heimathirsche getätigt haben. Danach haben wir uns trotz offiziellen EXPO-Plan (für läppische 5,-DM in jedem gut sortierten EXPO-Shop erhältlich) recht orientierungslos auf dem Messegelände bewegt und landeten so beim Schweizer Pavillon. Dieser Pavillon stellte alles bisher da gewesene in den Schatten. Eine derart gehirnlose und schwachsinnige Darstellung der Schweiz, wäre ein klarer Fall für die Geschlossene in Marsberg!!!

Geschockt vom Schweizer Pavillon ging es mit der Seilbahn zurück in Richtung Eingang Nord-West. In unseren Rucksäcken war der Biervorrat schon lange auf Minimum, deswegen kehrten wir kurzer Hand in einen Irischen-Pub ein und spülten uns ein paar Guinness rein. Endlich hatten wir ein nettes Plätzchen auf der EXPO gefunden, wo man bei Live Musik gepflegt Alkohol genießen konnte!

19.45 Uhr. Es ging wieder auf den Rückweg. Marcus und ich hatten Christian schon seit einigen Stunden nicht mehr gesehen. Aber was wir sahen, sah fast so gut aus wie am Morgen dieses Tages. Buggy hatte Augen wie ein Chinese und war nur am schwanken. Stolz berichtete er uns mit den letzten Silben seines Wortschatzes das er im Oktoberfestzelt einen Maßkrug mit genommen hatte. Diesen Krug füllte er im Bus mit einer warmen Dose Bier auf. Dann wurde ihm schlecht. Ab jetzt liest man am besten das Buch über die Geschichte. Der Höhepunkt der Fahrt war dann der Rasthof Herford-Nord. Als der Krawatten-Trucker Joachim verkündete, dass es eine Pinkelpause gibt, konnte Buggy nicht schnell genug bis vor die Bustür kommen. Kaum war die Tür auf legte er auch sofort ein Kälbchen auf den Raststättenrasen. Prost Mahlzeit! Den Rest der Rückfahrt dokumentieren am besten die Fotos von Christoph!!!

In der Heimat wieder angekommen, zog es Ilona, Christoph und mich noch nach Karl, zum Absacker trinken. Der Rest der Hirsche hatte fertig. Besonders Buggy!

Hossa, Hossa,

Tobias

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© by Christoph Köster 2001