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Wanderung auf den Olsberg am 1. Mai 2000

Fotos von Christoph

Treffpunkt Wilhelmstraße Der Fähnerich
Rast an der Luisenquelle Das Ziel ist erreicht
Der Spaß ist auch schon da Die Heimathirsche zusammen

Maiwanderung 2000 auf den Olsberg
"Der Berg ruft die Propheten"

von Christian

Der Aufbruch

08:10 Uhr: der Wecker klingelt zum dritten Mal, durch meinen Kopf rast eine Diesellok nach der anderen. Meine Güte, war des gestern wieder eine Hake (Tanz in den Mai in der Bigger Halle) bis 03:00 Uhr! Scheiße, stehe ich jetzt auf, oder ... ach was, raus! Nach einer kalten Dusche geht es dann auch schon wieder. Jetzt muss ich mich aber beeilen, die anderen stehen schon unten. Aber was ziehe ich an - egal mir steht alles!

Der Abmarsch zum Gipfel

Nachdem der Proviant aufgeteilt ist (15x5L Fässer Krombacher und 12L Cola) und nach einigen kürzeren Verzögerungen bricht ein "Sauhaufen" von Personen Richtung Olsberg-Gipfel auf. Zum ersten Mal mit eigener Stammtischfahne, entworfen und entwickelt von Ilona und Christoph (an dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön). Also mit wehenden Fahnen, das labende Wohl im Gepäck, dem Gipfel entgegen, doch halt! Nach 800m schon die erste Pause? Nein, Zachi gibt nur eins seiner zwei Fässer an Sascha ab. Aber mal ehrlich: Ich wollte auch keine zwei Fässer in einem Seesack 3,5Km steil bergauf tragen - klevere Entscheidung, Zachi. Meter für Meter kämpfen wir uns vorran, der eine mehr, der andere weniger, mit einem Ziel im Kopf: Die erste Pause an der Luisenquelle!

Erste Pause an der Luisenquelle

Nassgeschwitzt und reichlich abgekämpft erreichen wir als fast geschlossene Gruppe nach gut einer Stunde Fußmarsch die Quelle. Jetzt klebt mir aber auch die Zunge am Hals fest, also Krüge raus und am kühlen Quellwasser gelabt. Nach drei Gläsern von dem kühlen Nass und einem Hugo (Kippe) sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dann eine tolle Idee von Bärchen: "Lasst uns mal ein Fass anschlagen!". Gesagt, getan - und schon schießen vier bis fünf krüge auf das kleine 5L Fässchen zu. Leider bleibt es auch bei den paar Krügen und es werden höchstens 2L getrunken, na bitte - wenn das aber so weiter geht! Doch dann ein klirrendes Geräusch, was von einem riesigen Gebrüll übertönt wird: "Peter, ich hab Dir doch gesagt, dass ich meinen Krug da hingestellt habe!!!" Alle gucken in die Runde und sehen Zachi's zerbrochenen Krug neben einem bis über beide Ohren grinsenden Peter, der zu seiner Verteidigung nur "Tschuldigung" zu sagen hat. Es bricht ein minutenlanges Gelächter aus, was über den ganzen Tag anhält!

Ankunft auf dem Gipfel

Tobi, Bärchen und ich starten als letztes vom Pausenlager, mit dem angebrochenen 5L Fass auf dem Arm. Wie eine heilige Monztranz tragen wir abwechselnd die ca. 3L das letzte, kurze aber steilste Stück bis zum Gipfel. Oben angekommen in 704m über NN, platzieren wir das Fass auf dem Podest direkt unter dem Kreuz. So, jetzt erst einmal die herrliche Ansicht genießen - traumhaft, dieser Ausblick heute: Man kann keine 50m weit gucken, da der Berg von dichtem Nebel umschlungen ist. Naja, egal, dann eben zurück zum Fass und sich den wichtigen Dingen des Tages gewidmet: saufen und dummes Zeug labern.

das große "Grillen"

Nach und nach füllt sich der Berg auch mit anderen Leuten. Aber es sind jedes Jahr die selben, die in einem Loch im Boden ein Feuer entzünden, ein Grillrost darüber legen und anfangen zu grillen (Langweiler). Bei uns dagegen sind schon fünf Fässer leer. Scheiße, das sechste auch, gerade, als ich mir mein zweites Bier zapfen will. Na ja, egal, dann wird halt ein neues angeschlagen, aber erst einmal das alte entsorgen. Mit einem gezielten, kraftvollen Tritt wird das Fass von mir in die Luft befördert. Oh oh, nicht richtig getroffen! as Fass fängt an, in der Luft zu trudeln und wird doch wohl nicht ..., doch "Vorsicht ...", zu spät! Würste und Steaks fliegen durch die Gegend, das Fass landet genau bei unseren Berg-Nachbarn auf dem voll beladenen Grillrost. Die Heimathirsche brechen in gr0ßes Gelächter aus und unsere "Grill-Freunde" in tiefe Trauer. Ja, das Leben ist hart! Erst mal das neue Fass anschlagen!

Der Anfang vom Austritt

16:30 Uhr: Es sind schon 13 Fässer leer und die Stimmung ist auf dem Höhepunkt (wäre ich jetzt besser auch, tschuldige, Katrin!) Oh, toll! Da kommt Bärchen seine Steffi. Da sie arbeiten musste, kommt sie erst jetzt, aber nicht wie wir naturverbundenen Wandervögel zu fuß, sondern mit dem Auto. Bärchen freut sich ein Loch in die Hose: "Super, dann brauch ich nicht runterlaufen, ich hab es nämlich im Kreuz!" Ja, ja, so ist er halt, unser Bärchen! Doch für uns ist das auch nicht so schlecht, dann kann Steffi auch unseren Müll, den wir bereits in gelbe Säcke verpackt haben, mit runter nehmen. Ja, denkste, als ich Steffi diesen Vorschlag unterbreite, entsteht ein hitziges Wortgefecht zwischen ihr, Bärchen und mir. Auf Einzelheiten möchte ich hier nicht genauer eingehen, es endete nur mit den Worten von mir: "Euch beide brauchen wir im Stammtisch nicht, von mir auskönnt Ihr austreten!" (das passierte dann auch 14 Tage später.)

Der Abmarsch ins Tal

Gegen 18:00 Uhr hatten wir dann alle die Krippe voll, und es wurde zeit aufzubrechen. Der größte Teil der Heimathirsche packte die Rucksäcke zum Abmarsch. Nur ein paar unbeugsame Trinkgesellen, zu denen u.a. der Lange, Tobi und Jens gehörten, blieben oben und kümmerten sich noch um den Rest Bier im letzten Fass. Die zwei Pappnasen waren schon, ohne Müll, mit dem Auto gefahren. Also machten wir uns, unter Anführung von Marcus und unseren Kassettenrekorder mit dem Müll gen Tal auf.

Die Moral von der Geschicht ...

... bei den Heimathirschen ist nichts unmöglich, und immer was los!

Hossa, Hossa,

Buggy

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© by Christoph Köster 2001