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Spanferkelbraten im Oktober 2001

Fotos von Christoph

Die letzten Vorbereitungen Das Abendessen
Idyllische Atmosphäre Frank inspiziert das Schwein
'Wer wird Heimathirsch?' mit Davina 'Wer wird Heimathirsch?' mit Elke
Showmaster, Kandidat und Publikum Die Hildener 'halten unsere Fahne hoch'

Vielen Dank an:

für die erstklassige Zubereitung des Spanferkels
Bierverlag Blügel Olsberg für die Getränke
Hotel/Restaurant Bürger Olsberg für den schmackhaften Krautsalat

Stammtisch Ferkelbraten

von Tobias

Vorwort

Alle Personen und Handlungen in diesem Bericht sind vom Autor frei erfunden und entspringen einzig und allein seiner Traumwelt in der er lebt. ähnlichkeiten mit dem wirklichen Leben sind rein zufällig und vom Schreiber nicht ausdrücklich gewollt. Aber wem der Schuh passt, der soll ihn anziehen!

Jedes Jahr im Herbst Kartoffeln braten? Ne, las ma. Schließlich gibt es noch genug anderes auf dieser gottverdammten Welt, was sich zum braten, dünsten und schmoren hervorragend eignet. Das dachten sich die Heimathirsche, als sie sich über das alljährliche Fest im Hasley Gedanken machten. Doch was war nun gut genug um den unersättlichen Hunger der trinkerprobten Stammtischbrüder und Schwestern sowie der geladenen Gäste zu befriedigen? Die Lösung war schnell gefunden. Ein Spanferkel! Wunderbar von Meisterhand gefüllt, und über glühender Kohle schön knusperig braun gegrillt! (Lechtz) Das sollte unsere Mahlzeit werden. Dazu frischer Krautsalat vom Küchenchef des Hotel/Restaurants Bürger eigenhändig zubereitet, und natürlich 7 kaltes Pilsener vom Fass. Das hört sich doch gut an, oder?

Also, gut! Das Grundkonzept für die Party steht. Alle Bestellungen wurden bei den ortsansässigen und offiziellen Lieferanten des Stammtisch "Die Heimathirsche" getätigt. Den Krautsalat wollte, wie oben schon beschrieben, Karl für uns zubereiten. Das Fassbier und die übrigen Getränke wie z.B. Apfelkorn wurden beim Bierverlag Blüggel geordert. Für das, oder besser gesagt die Ferkel war die Fleischerei Neumann die richtige Adresse. Manni besorgte uns auch einen ausreichen großen Holzkohlegrill, damit die Sau schön brutzeln kann.

Am Morgen des 20.10.2001 sollte es dann endlich losgehen. Ich holte Christoph zuhause ab um im Hasley die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Neumanns Manni wartete schon mit dem Bratequipment auf uns. Eine kurze Einweisung auf dem Gerät und schon musste das erste Ferkelchen im eigenen Saft schmoren. Das sah schon ganz gut aus, aber zum perfekten Glück fehlte noch ein Glas frisches Bier. Gesagt getan und schon war auch dieses Problem aus der Welt geräumt. Die Zeiger der Uhr gingen so langsam auf die zwölf Uhr Marke zu. Das Schwein hatte schon eine richtig schöne Farbe bekommen, aber leider war es noch nicht richtig gar. Halbgar so zusagen. Mensch das dauert aber auch. Damit die Fete eine Runde Sache werden sollte, musste nur noch ein gemütlich knisterndes Lagerfeuer entzündet werden. Perfekt. In der herbstlichen Atmosphäre des Hasleys lies es wirklich aushalten. Außerdem hatten wir verdammtes Glück mit dem Wetter. Aber das Wetter in Olsberg ist eigentlich immer super gut!

Am späten Nachmittag trudelten die restlichen Heimathirsche und die geladenen Gäste ein. Nach ein wenig Smalltalk und Vertelleckes sollte dann gegessen werden. Und schon kam Manni mit dem zweiten Ferkel um die Ecke. Das ehemals wohlgenährte Tier hatte er in seinem Ofen zubereitet, damit es schneller geht, und die hungrigen Mäuler gestopft werden konnten. Der Fleischermeister zog sein großes Messer, und zerlegte das Schwein fachmännische in üppige und Tellergerechte Portionen. Zachis Teller war zu klein, machte aber nichts, auf dem Tisch konnte man auch weiter essen. Nach seiner ersten Portion holte er sich noch eine. Respekt vor dieser hervorragenden Leistung. Schließlich zierte ein kleines Kinnbärtchen aus Senf sein Gesicht, sein T-Shirt und seine Hose!

Nachdem sich alle fett und feist vollgefuttert hatten, mussten sich einige Stammtischbrüder - und Schwestern, sowie Davina, in der Arena des Wissens behaupten um den Titel "Wer wird Stammtisch-Millionär" zu erringen. Die Fragen wurden von Christoph und mir ausgearbeitet und illustriert. Einfache Fragen für die Mädels, und natürlich schwere Fragen für die "ungekrönten Könige der Weisheit". Schon interessant, Leute in der Klemme der Unwissenheit zu sehen. Als erster Preis lockte übrigens ein zehn Jahre alter Opel Corsa. Doch weil die Firma Kramer Lieferschwierigkeiten hatte, musste halt ein fünf Liter Fass Veltins herhalten. Wenn ihr mich fragt, ist dieser Preis sowieso viel besser. Am Ende konnte sich Elke auf dem Feld der Ehre durchsetzen und errang unter tosendem Applaus das fünf Liter Fass Veltins. Doch der Applaus wurde von einem Dezibelstarken Nebelhorn übertönt. Wer konnte das nur sein? Natürlich unsere Hildener Kameraden vom Posi Stammtisch. Sie haben sich spontan, von langer Hand geplant, dazu entschlossen uns mal wieder im wunderschönen Sauerland zu besuchen. Und gleichzeitig konnten wir dann noch ihren astrein restaurierten Mercedes- Party-Bus bewundern. Natürlich war auch, dass die Posis hochprozentige Leckereien aus Düsseldorf mit gebracht hatten, wie z.B. Krumme und Killepitsch. Diese überaus gefährlichen Spirituosen mussten selbstverständlich, unverzüglich vernichtet werden, bevor sie noch großen Schaden hätten anrichten können. Kein Problem, alle haben kräftig mitgeholfen, dass bald in den Flaschen nur noch Luft war.

So schnell wie die Flaschen leer waren, so schnell waren unsere Köppe auch voll wie n' Kino. Apropos Köppe! Die Schweineköpfe von den beiden Ferkelchen, wurden von Buggy fachmännisch auf lange Holzspiese gesteckt und von nun an überall mit hingenommen. Den Schweineköpfen fehlte es an nichts. Sie bekamen was zu trinken, was zu rauchen und so manche kuschelten mit ihnen vor der Theke rum.

Die Situation schien zu eskalieren. Die Mengen an hartem Zeug, die konsumiert wurden, waren wohl ein bisschen zuviel des Guten. Große Stimmungsschwankungen und Grundsatzdiskussionen z.B. über die Verschmelzung von männlichen- und weiblichen Geschlechtszellen, zwecks Aufzucht einer kleinen Teppichratte konnte man in der Menge beobachten. (YOU know what I mean!). Gott sei Dank, konnten diese Situation mit geschickten Würge- und Schwitzkasten Griffen schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Lars und ich kamen zu späterer Stunde in die Hütte, und meinten einstimmig, dass die Musik doch einfach zu leise ist. Sprich, man konnte gar keine Musik wahrnehmen. Schnell standen wir vor der CD-Player Endstufen Kombination und versuchten einen digitalen Tonträger zu installieren. Als uns dieses gelungen war, und die CD lief, konnte man trotzdem noch nichts von der Musi hören. Die Hand wanderte zum Lautstärkeregler des Amplifier, und dieser wurde dann weit nach rechts gedreht. Aber nichts passierte! Wir gingen zurück vor die Theke, und von dort konnte man ein klirrendes Fiepen aus den Membranen der Lautsprecher vernehmen. Sorry Klaus, ich glaube deine hochgelobten Quadral Boxen haben das zeitliche gesegnet. Die kamen wohl nichts so ganz mit der Loudness-Taste des Verstärkers klar!

Ohne gescheite Beschallung, ist so eine Party schnell dem Ende geweiht. Na ja. Es war ja auch schon spät, und einige Stammtischmitglieder und Gönner der Heimathirsche hatten bereits viele Konsonanten ihrer Muttersprache verloren. Das muss wohl auf den erhöhten Schnapskonsum zurück zu führen sein.

Als ich nach ausreichend Schlaf, am nächsten Morgen zum aufräumen ins Hasley kam, lag ein schrecklich mieser Gestank über dem Hüttengelände. Irgend so ein Reserve Reinhold hatte die beiden Schweineköpfe in die warme Glut des Lagerfeuer geschmissen. Die glühten jetzt so vor sich hin. Unerträglich dieser Geruch. Und das in meinem Zustand. Als wenn die Lufthansa Testflüge in meiner Birne machen würde. Ansonsten ist von dem Schwein nicht viel übrig geblieben, alles weg. Da aber alle Schmacht hatten, wurde bei Giovanni telefonisch geordert. War auch recht lecker. Geteilte Meinungen gab es allerdings über die geschmackliche Qualität der Spanferkel. Komischerweise hat es demjenigen, der am meisten von der Sau verputzt hat, nicht so besonders geschmeckt. Na ja, Hauptsache macht satt und dick! Ich kann sicherlich für sehr viele Heimathirsche sprechen, wenn ich ein herzliches Dankeschön für die Zubereitung der köstlichen Speisen und Getränke, die wir im Hasley weggeschlabbert haben ausbringe! Bis zum nächsten Braten, wird eine Menge Zeit ins Land gehen. Aber man kann jetzt schon von Vorfreude sprechen ...

Hossa, Hossa,

Tobias

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© by Christoph Köster 2001