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Das große Schlachten 2002

Fotos von Tobias

Die Waschstraße Die Straße des Todes
Wo ist denn das Schnitzel? Waschtag
Warte, warte noch ein Weilchen ... Metzger und Sensationstouristen

Ein Stammtischabend im Februar Teil 1

von Tobias

Eigentlich sollte der Stammtisch am 15.02.2002 ausfallen, weil unser Stammtischwirt Karl im wohlverdienten Urlaub war! Doch Gott sei Dank wurde eine moderate Ausweichlösung gefunden. Wir wollten uns zur üblichen Stammtischzeit, also um 20.00 Uhr in der Gaststätte Kropff, sprich bei "Lingels" treffen. Am besagten Abend waren sogar rekordverdächtige neun Heimathirsche beim Stammtisch. Ansonsten bekommen wir in der letzten Zeit nicht einmal die Hälfte aller Mitglieder bei Bürgers zusammen. Manche Hirsche halten es ja noch nicht mal für nötigt sich satzungsgemäß abzumelden. Sehr traurig, aber ich hoffe, dass dieses Verhallten mit Strafgeldern ordentlich geahndet wird. Wir sind schließlich kein Karnevalsverein, und machen die Sache nicht zum Spaß.

Wie dem auch sei, wurde bei Lingels Karl genug Bier und Underberg verzehrt, so dass er sich noch nicht einmal über schlechten Umsatz beklagen konnte. Aber wie das bei Leuten so ist, die im Herbst des Lebens stehen, müssen diese auch früh zu Bett gehen. So kam es, das die letzten vier trinkfesten Heimathirsche gegen 0.00 Uhr das Lokal räumten, um Karl und Ulla die verdiente Nachruhe zu gönnen.

Doch was nun? Der Tag ist ja noch gerade zu jungfräulich, nach Hause habe ich noch keinen Bock. Peter und Christoph konnte man nicht mehr zum Zug durch weitere Lokalitäten bewegen. Sie waren zu müde und ausgepowert. Aber Buggy und ich wir hatten noch etwas Bierdurst. Wir stiegen also mit in Peters Taxi, und fuhren mit bis zum Gasthof Schlüter.

Dort verzerrten wir dann auch artig noch ein paar Veltins vom Fass, und fachsimpelten mit Papen Matthias und Hees Uwe über Schalke und die katholische Kirche. Als Schlüters Günther auch keine Lust mehr verspürte diverse Gläser mit Pils zufüllen, (er ist schließlich auch nicht mehr der jüngste) verabschiedeten wir uns auch aus diesem Lokal. Aber was nun tun? Es muss so 3.00 Uhr gewesen sein. Erst mal hielt direkt vor Schlüters ein 40 Tonner, und der Fahrer fragte nach der nächsten Tankstelle. Es sah wohl schlecht in Sachen Diesel bei ihm aus. Ich schickte ihn nach Brilon, und der King of the Road hoffte das er es noch bis dahin schafft.

Buggy schlug dann vor noch ein paar Flaschen Detmolder bei ihm daheim zutrinken. Sehr gute Idee. Das taten wir dann auch. Eigentlich wollte er sich die Wiederholung vom Eishockeyspiel anschauen, doch ich konnte ihn überreden, dass wir ein bisschen NFS Porsche am PC spielen könnten. So kam es dann, dass wir bis kurz nach 6.00 Uhr morgens vorm Computer hangen und spielten. Dann wurde Katrin wach. Sie musste arbeiten. Unser Glück. Sie nahm uns freundlicher Weise mit bis nach Blüggels, wo wir gegen ein paar Euro Backwaren ergattern wollten. Wir fuhren mit Kathi vom Drönkerweg auf die Bahnhofstrasse Und sahen dort, dass Neumanns gerade mit frischen Schweinen beliefert wurden. Buggy meinte, dass wir da gleich erst mal gucken sollten. Zu sehen, wie so ein Schwein geschlachtet wird ist bestimmt interessant.

Bei Blüggels im Laden wurden wir schon fast vermisst. "Ihr seid aber spät dran" sagte die Verkäuferin. Fünf Schinkenkäse Crossants, vier Käse Brötchen und eine Bild Zeitung bitte schön, sagten wir darauf. Danach verließen wir den Bäckerladen wieder ohne die obligatorische Dose "Warsteiner Kaffe" zu trinken. Und jetzt wäre der beste Zeitpunkt gewesen den Weg nach Hause anzutreten. Aber Scheiße! Buggy's tolle Idee, ab nach Neumanns. Als wir auf der Geraden der Bahnhofstrasse gingen fuhr gerade der Trecker mit dem Viehanhänger weg. Dann standen wir vor der Metzgereitür. Sollen wir, oder sollen wir nicht. Warum nicht, ist bestimmt lehrreich. Die Tür schwang auf, ein bestialischer Gestank wehte uns entgegen. Und das bei unserem Alkoholkonsum. Ein- zweimal kräftig Schlucken und hinein. Wir bogen um die Ecke Richtung Schlachtstraße. Zwei Schweine Hälften begrüßten uns, Blut lief über den Boden, ein mords Lärm und Gestank in dem Laden. Fünf Metzger metzelten so an die 20 Sauen ab. Dichter Wasserdunst stand in der Schlachterei. Neumanns Manni stand hinten an der Stromzange, und brachte die Schweine zu Strecke. Neben uns griff plötzlich Metzger Geilen aus Niedersfeld zu einer respektablen Schlachteraxt, und zerteilte eine ganze Sau in zwei halbe. Respekt mein Lieber! Manni fragte erst mal, wo wir herkamen, und ob wir Bock auf `n Bier hätten. Klar ham' wir. Buggy holte aus der Kühlkammer ein Sixpack Krombacher. Na super, das ist dann die vierte Biersorte heute Abend bzw. heute Morgen. Ich hielt mich mit meiner Flasche erst mal ein bisschen vor den Räucheröfen auf, da stank es nicht ganz so scheiße. Dann sagte Manni zu uns wir sollten uns mal neben die Schlachtstraße stellen und zusehen. Das taten wir auch. Manni packte die nächste Sau und sein Metzger setzte die Stromzange an. Das Schwein kippte zur Seite. Danach wurde es mit dem Kran am Hinterhuf hochgezogen. Der Schlachtermeister setzte fachmännisch sein Messer an der Halsschlagader an und öffnete das Tier, Sofort strömte Literweise Blut in einen Gully. Als nächstes wurde die Sau in einem Wasserbad eingeweicht. Danach drehte sich das Schwein auf dem Borstentisch. Eine Vorrichtung um sämtliche Borsten zu entfernen. Nachgeholfen wurde hier mit einem Dachpappenbrenner. Die restlichen Harre entfernten zwei weitere Metzger mit ziemlich scharfen Messern. Zu guten Schluss wurde das Schwein an beiden Hinterhaxen vor Metzger Geilen aus Niedersfeld positioniert. Er schnitt einmal bäuchlings dran her. Die Gedärme und Innereien wurden blitzschnell aus dem Schwein geschnitten. Und dann kam die schon erwähnte Axt zum Einsatz.

Buggy und ich hatten erst mal genug gesehen. Wir gingen nach draußen vor die Tür, und schmeukten uns eine. Es wurde bereits hell und war so ungefähr kurz nach sieben. Wir gingen wieder rein, Manni machte erst mal Fleischwurst heiß. Der alte Manni stand auch gerade auf und begab sich sofort daran Bohnensuppe zu kochen. Nach einer weiteren Flasche Bier und einem Stück Fleischwurst boten wir noch Sabine unsere Dienste hinter der Fleischtheke an. Das gehört sich schließlich so als Praktikant. Doch die konnten uns dort nicht gebrauchen. Der Mann vom Veterinäramt meinte wir sollten ruhig öfters mal Samstags Morgens vorbei kommen, dann gibt's wenigstens Fleischwurst und Bier von Manni. Wir waren allerdings der Meinung, das es nun Zeit ist zu gehen, es war schließlich nun schon 8.00 Uhr in der Früh. Noch schnell eben ins Fleischfachgeschäft, und ne Fleischwurst und Schweinenackensteaks für den Mittagstisch mitgenommen, und dann ab nach hause.

Allerdings benötigen wir noch ein paar Bilder für unsere Stammtisch Chronik. Also könnt ihr sicher sein, dass wir wieder kommen werden!

Hossa, Hossa,

Tobias

Ein Stammtischabend im Februar (bzw. April) Teil 2

von Tobias

Am 12.04.2002. begab es sich, dass die Heimathirsche wieder Stammtischabend bei Bürgers hatten. Buggy sagte gleich, nachdem ich das Lokal betreten hatte: "Und wie sieht's aus, gleich nach Manni zum Fotoshooting!" Ich hatte nichts dagegen, allerdings keine Kamera dabei. Kein Problem meinte Buggy. Die besorgen wir schon irgendwo.

Zur fortgeschrittener Stammtischzeit, gingen fast alle Heimathirsche nach hause. Nur Buggy und ich wärmten noch die Hocker vor der Theke. Dann kam uns die Idee, dass Olli vielleicht noch eine Videokamera zu hause hat. Also wurde Olli mitten in der Nacht angerufen. Die Kamera hatte er zwar nicht mehr, aber er kam trotzdem noch auf ein Bier bei Karl vorbei. Dann ging's mit Olli auf die Piste. Wir ließen uns ein Taxi rufen, und wollten noch bei Schlüters einkehren, doch Günther machte gerade seinen Schuppen dicht. Dann versuchen wir es im Kachelofen. Auch Fehlanzeige. Also, auf ins Parkhotel. Dort wurden zwar auch gerade die Stühle umgedreht, aber für schlappe 7,50¤ (fast geschenkt) bekamen wir doch noch drei Biere. Als dort nichts mehr ging, bewegten wir unsere besoffenen Ärsche nach Blüggels, um nach guter alter Tradition zu Frühstücken. Allmählich fiel uns dann ein, was eigentlich das Ziel unserer nächtlichen Mission ist. Fotos für unsere Homepage machen. Aber ohne Knipskiste, geht das nicht. Also, auf nach Buggy, Fotoapparat holen. Aber leise, Katrin schläft noch.

Auf nach Neumanns. Bei unserer Ankunft warteten schon die ersten Sauen bei Manni in der Garageneinfahrt um vor ihren Richter (Günther) zu treten. Ansonsten verlief der Morgen wie schon in Teil eins beschrieben. Zu erwähnen wäre noch das Manni eine neue Wasch- und Endhaarungsanlage hat. Nicht mehr so spektakulär wie vorher, aber sehr effektiv. Diesmal gab's Pfefferbeißer und Bohnensuppe zum zweiten Frühstück und von Manni Senior ein Brandbeschleuniger vom feinsten. Diese Reise wurde es auch etwas später, aber so gegen 9.30 Uhr lag ich selig auf'm Sofa, und konnte meinen wohl verdienten Schlaf antreten.

Hossa, Hossa,

Tobias

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© by Christoph Köster 2002